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Gut zu wissen

Achtung im Sommer!

Indikation, Luftfeuchtigkeit von außen

Wir helfen Ihnen gerne beim Erkennen und der Lösung des Problems

Zeigt sich während der warmen Jahreszeit, besonders an schwülwarmen Tagen, hohe Oberflächenfeuchtigkeit in Souterrainräumen, auf erdberührenden Bauteilen im Kellergeschoss, oder auf extrem dicken Außenwänden (z. Bsp. in historischen Gebäuden wie Kirchen) mit sichtbarem Schimmelpilzbefall, dann gelangt warmfeuchte Außenluft in kühle Räume mit kühlen Oberflächen.

Diese Erscheinung hat rein gar nichts mit Wärmedämmung oder Abdichtung von Terrasse, Dachterrasse oder Kellerwand zu tun.

Im Sommer ist die absolute Luftfeuchtigkeit bei hohen Temperaturen gewöhnlich hoch.

Gelangt diese Außenluft in kühle Räume wird die Luft dort abgekühlt und die relative Feuchtigkeit steigt. Erreicht diese an kühlen Oberflächen 80 % und mehr, kann es zu mikrobiellem Wachstum kommen, bei Erreichen von 100 % sogar zur Kondensation.

Wenn das Problem nur bei extrem schwülwarmer Wetterlage, an nur wenigen Tagen oder über wenige Wochen auftritt, dann sollten die Räume nur noch frühmorgens belüftet und ansonsten Fenster und Türen nach draußen geschlossen gehalten werden.

Tritt das Problem systematisch im Sommer auf, muss entweder die Raumlufttemperatur oder die Bauteiltemperatur durch Beheizung angehoben, oder die Luft technisch entfeuchtet werden.

Sicherungspflicht

An Dachlawinen denken
Vor Dachlawinen nach Schneefall muss sich lt. einem Urteil des Amtsgerichts München grundsätzlich jeder selbst schützen. Hat ein Hausbesitzer Schneefanggitter an seinem Dach montiert, sei er in der Regel seiner Sicherungspflicht nachgekommen, urteilte das Gericht im Streit zwischen einem Autobesitzer und einem Hauseigentümer (Aktenzeichen AZ 222 C 25801/05).
Der Kläger hatte sein Auto unter dem Gebäudedach geparkt. Dabei war die Heckscheibe durch Eiszapfen zertrümmert worden. Den Schaden in Höhe von 650 Euro wollte er vom Hauseigentümer bezahlt haben.

Schutz vor Vogelkot

Tauben, Schwalben und andere Vögel hinterlassen oft weniger schöne Ansichten an Hauswänden und verursachen erhebliche Schäden an Gebäuden.
Vogelkot ist ein idealer Nährboden für Schimmelpilze, die durch ihr Pilzgeflecht Säuren abgeben und kalkhaltigen Stein auflösen. Gefriert Wasser in diesen feinen Hohlräumen, kommt es durch Frostsprengung zu Schäden. Der im Taubenkot enthaltene Ammoniak ruiniert Sandstein, Stuck, eloxierte Metallflächen und sogar Asphalt. Tauben übertragen ausserdem Krankheiten (Lebensmittelvergiftung, Durchfall, Lungenentzündung, Enzephalitis, etc.).
Dies geschieht durch Tröpfcheninfektion, direkten Kontakt oder aufgewirbelte Kot- und Federreste. Außerdem verbreiten sie Zecken, Vogelmilben und Vogelflöhe. Cryptococcus neoformans – ein besonders für Menschen mit geschwächtem Immunsystem gefährlicher Pilz – gedeiht besonders gut im Vogelkot.

Wirkungsvolle Lösungen

  • Taubenspikes/Taubensticker
  • Netze
  • Draht-Systeme
  • Elektro-Systeme
  • Draht-Elektro-Kombinationssystem
  • Greifvogelattrappen
  • Taubenhäuser

Geschützte Arten

Schwalben stehen unter strengem Tierschutz. Dazu gehört auch, dass die Nester an der Hauswand geduldet werden müssen. Auch während der kalten Jahreszeit, wenn Schwalben in ihre Winterquartiere gezogen sind, dürfen die Nester nicht zerstört werden.


Ab 1. Januar 2009 gilt doppelter Steuerbonus für Handwerkerleistungen

Wohnung modernisieren – 1.200 Euro sparen

für Handwerkerleistungen
§ 35a Abs. 2 S. 2 EStG

Höhe des Steuerbonus

Ab 1. Januar 2009: 20 Prozent von maximal 6.000 Euro für Renovierung, Erhaltung und Modernisierung im privaten Haushalt werden als Bonus von der Steuerschuld abgezogen – also bis zu 1.200 Euro pro Jahr und Haushalt (gemäß neuem § 35a Abs. 3 EStG).

Hinweis:
Bei Ehegatten, die zusammen veranlagt werden und z. B. aus beruflichen Gründen zwei Haushalte führen, wird der Steuerbonus nur einmal bis zu einem Höchstbetrag von insgesamt 1.200 Euro gewährt.

Für Handwerkerleistungen, die keine Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen sind, jedoch auch im eigenen Haushalt erbracht werden (z. B. Reinigen der Wohnung durch einen Fensterputzer), kann zusätzlich der allgemeine Steuerbonus zur Förderung privater Haushalte in Anspruch genommen werden (§ 35a Abs. 2 EStG). Dieser Steuerbonus wird in Höhe von bis zu 4.000 Euro (20 Prozent von maximal 20.000 Euro) gewährt.

Beispiel:

Der Steuerpflichtige hat im Kalenderjahr 2009 Arbeitskosten für energetische Gebäudesanierungsmaßnahmen in Höhe von 4.600 Euro, Wartungskosten für die Heizungsanlage in Höhe von 400 Euro und Reparaturkosten (Arbeitskostenanteil) der Waschmaschine in Höhe von 200 Euro gezahlt und nachgewiesen (alle Beträge einschl. MwSt.).

Der Steuerbonus berechnet sich wie folgt:

Arbeitskosten Sanierung          4.600 Euro
Wartungskosten                          400 Euro
Reparaturkosten                          200 Euro
(alle einschl. MwSt.)
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Gesamt                                     5.200 Euro
x 20 % Förderung =                  1.040 Euro Steuerbonus
Wann und wo gibt es den Steuerbonus?
Im Rahmen der jährlichen Einkommensteuererklärung reichen Sie alle Handwerkerrechnungen des betreffenden Jahres und Zahlungsnachweise beim Finanzamt ein. Der Zahlungszeitpunkt ist dabei für das Jahr der Berücksichtigung maßgebend. Der Steuerbonus wird dann mit der festgesetzten Einkommensteuer verrechnet.

Voraussetzungen für Steuerbonus

Begünstigte Handwerkerleistungen sind alle handwerklichen Tätigkeiten für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen.
Dies sind beispielsweise:

  • Arbeiten an Innen- und Außenwänden
  • Arbeiten am Dach, an der Fassade, an Garagen o. Ä.
  • Reparatur oder Austausch von Fenstern und Türen
  • Streichen/Lackieren von Türen, Fenstern (innen und außen), Wandschränken, Heizkörpern und -rohren
  • Reparatur oder Austausch von Bodenbelägen (z. B. Teppichboden, Parkett, Fliesen)
  • Reparatur, Wartung oder Austausch von Heizungsanlagen, Elektro-, Gas- und Wasserinstallationen
  • Modernisierung oder Austausch der Einbauküche
  • Modernisierung des Badezimmers
  • Reparatur und Wartung von Gegenständen im Haushalt (z. B. Waschmaschine, Geschirrspüler, Herd, Fernseher, PC)
  • Maßnahmen der Gartengestaltung
  • Pflasterarbeiten auf dem Wohngrundstück
  • Gebühren für Schornsteinfeger
  • Reparatur und Wartung von Hausanschlüssen (z. B. Kabel für Strom und Fernsehen)

Leistung muss im Haushalt erbracht werden

  • In bestehenden Gebäuden sind handwerkliche Tätigkeiten (auch Herstellungsaufwand) grundsätzlich begünstigt,im Rahmen einer Neubaumaßnahme dagegen nicht.
  • Die Handwerkerleistung ist begünstigt, wenn sie im Haushalt des Auftraggebers erfolgt – es ist egal, ob man dort als Mieter oder Eigentümer lebt.
  • Wichtig: Wird z. B. ein Fenster in der Werkstatt des Handwerkers angefertigt, sind nur die Arbeitskosten für den Einbau des Fensters im Haushalt begünstigt.

Eigentümergemeinschaften

Bei Wohnungseigentümergemeinschaften (z. B. Eigentümer einer Eigentumswohnung), die Handwerkerleistungen für das Gemeinschaftseigentum – im Regelfall über einen Verwalter – beauftragten und den Steuerbonus nutzen möchten, ist Folgendes zu beachten:

  • In der Jahresabrechnung müssen die im Kalenderjahr für Handwerkerleistungen unbar gezahlten Beträge gesondert aufgeführt werden.
  • Der Anteil der steuerbegünstigten Kosten (Arbeits und Fahrtkosten) muss ausgewiesen sein.
  • Der Anteil des jeweiligen Wohnungseigentümers ist anhand seines Beteiligungsverhältnisses individuell zu errechnen (z. B. durch Grundbuchauszug) bzw. wird vom Verwalter bescheinigt.

Nachweise für Steuerbonus

  • Die Aufwendungen für Handwerkerleistungen werden durch eine Rechnung des Handwerkers nachgewiesen.
    Materialkosten sind nicht begünstigt.
  • Arbeitskosten sowie Fahrtkosten einschließlich darauf entfallender Mehrwertsteuer sind begünstigt – ein gesonderter Ausweis der Mehrwertsteuer ist dabei nicht erforderlich. Der Anteil der Arbeitskosten muss grundsätzlich in der Rechnung gesondert ausgewiesen sein.
  • Bei Wartungsverträgen, bei denen sich die Arbeitskosten pauschal aus einer Mischkalkulation ergeben, genügt eine Anlage zur Rechnung, aus der die Arbeitskosten hervorgehen.
  • Auch von Kleinunternehmern ausgestellte Rechnungen, die keine Mehrwertsteuer ausweisen, sind begünstigt.
  • Die unbare Zahlung auf das Konto des Handwerkers wird nachgewiesen (z. B. durch Überweisungsbeleg, Kontoauszug, Verrechnungsscheck, Teilnahme am Electronic-Cash-Verfahren). Barzahlungen sind nicht begünstigt.

Hinweis:

Der Steuerbonus kann nicht gewährt werden, wenn die Handwerkerleistungen bereits als Betriebsausgaben, Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen oder im Rahmen eines geringfügigen Beschäftigungsverhältnisses geltend gemacht werden.

Alte Regelung gilt bis 31. Dezember 2008

Für Handwerkerleistungen, die bis zum 31. Dezember 2008 erbracht werden, gilt die bisherige Regelung: 20 Prozent von maximal 3.000 Euro der Handwerkerkosten sind begünstigt – also bis zu 600 Euro pro Jahr und Haushalt.
Informationsquelle:
Zentralverband des Deutschen Handwerks
Abteilung Steuer- und Finanzpolitik
Mohrenstraße 20/21 | 10117 Berlin
Telefon: 030/2 06 19-0 | Telefax: 030/2 06 19-460
E-Mail: Steuernetzwerk@zdh.de
Internet: www.zdh.de und www.handwerk.de